Im vergangenen Jahr verzeichneten die Kosten für Sozialhilfeleistungen einen signifikanten Anstieg. Laut dem Statistischen Bundesamt stiegen die Ausgaben um rund 15 Prozent. Besonders hervorzuheben ist, dass der Großteil dieser Ausgaben auf die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung entfiel.
Die Gesamtausgaben für Leistungen nach dem SGB XII betrugen im Jahr 2024 netto 20,2 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 14,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Insbesondere die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung machte den größten Anteil aus. Die Hilfe zur Pflege verzeichnete einen Anstieg von 17,7 Prozent, während die Hilfe zum Lebensunterhalt um 11,1 Prozent zunahm. Die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen verzeichnete einen Anstieg um 12,9 Prozent.
Veronika Grimm hat drastische Ausgabenkürzungen von bis zu 80 Milliarden Euro jährlich durch Sozialreformen gefordert. Angesichts der steigenden Sozialhilfekosten wird der Druck auf Reformen zur Kostensenkung immer größer. Es wird dringend empfohlen, Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausgaben zu reduzieren und die Effizienz der Sozialsysteme zu steigern.
Auch interessant:
- Gesetzliche Krankenversicherung in Finanzkrise: Alarm beim Bundesrechnungshof
- Anklage gegen Taleb A. wegen sechsfachen Mordes auf Magdeburger Weihnachtsmarkt erhoben
- Forschungsministerin Bär stellt bei Gamescom Millionen-Förderung für Computerspielentwicklung vor: Kann Deutschland zum führenden Spielestandort werden?