Im Jahr 2024 wurden etwa 18.000 Fälle von sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen von der Polizei erfasst, wobei die Dunkelziffer wahrscheinlich höher liegt. Bundesinnenminister Dobrindt plant Maßnahmen gegen dieses Problem. Unter den Opfern waren 16.375 Kinder und 1.191 Jugendliche. Besonders alarmierend ist, dass in 57% der Fälle sowohl Opfer als auch Täter eine bekannte Beziehung zueinander hatten. Die überwiegende Mehrheit der Tatverdächtigen, nämlich 95%, war männlich, wobei ein Drittel von ihnen selbst noch minderjährig war. Es zeigt sich, dass knapp ein Drittel der Täter bei sexuellem Kindesmissbrauch ebenfalls unter 18 Jahre alt war. Die Methoden, wie Cybergrooming und Livestreaming, werden vermehrt genutzt, um Taten im Internet zu begehen. Vor diesem Hintergrund plant die Bundesregierung die Einführung einer Speicherpflicht für IP-Adressen, um eine effektivere Verfolgung der Täter zu gewährleisten.
Die Statistiken verdeutlichen, dass trotz einer leichten Abnahme der Zahlen die hohe Anzahl an sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen weiterhin alarmierend ist. Das Dunkelfeld unentdeckter Straftaten stellt nach wie vor eine bedeutende Herausforderung dar, der entschieden entgegengewirkt werden muss.