Donnerstag, 28.08.2025

Studie zeigt: Geflüchtete fühlen sich in Deutschland zunehmend weniger willkommen

Empfohlen

redaktion
redaktionhttps://rlp-kurier.de
Der Kurier für ein Land voller Geschichten.

Die aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung verdeutlicht die besorgniserregende Entwicklung des Willkommensgefühls von Geflüchteten in Deutschland. Seit dem Jahr 2017 ist ein kontinuierlicher Rückgang zu verzeichnen, wie die Zahlen belegen: Im Jahr 2020 gaben noch 78% der Geflüchteten an, sich in Deutschland willkommen zu fühlen, doch bis 2023 sank dieser Prozentsatz auf 65%.

Besonders alarmierend sind die Ergebnisse bezüglich der zunehmenden Fremdenfeindlichkeit. Über die Hälfte der Befragten, genauer gesagt 54%, äußern große Sorgen hinsichtlich Ausländerfeindlichkeit. Diese Ängste sind nicht unbegründet, da Diskriminierungserfahrungen bei der Wohnungssuche von Frauen mit mittlerem Bildungsabschluss und die häufigere Diskriminierung von Männern in Ostdeutschland aufzeigen, dass die Situation für Geflüchtete in Deutschland schwieriger wird. Interessanterweise planen jedoch 98% der Befragten, sich einbürgern zu lassen, was eine positive Integrationstendenz darstellt.

Neben den direkten Auswirkungen auf die Geflüchteten selbst spielt auch die Entwicklung der in Deutschland geborenen Kinder eine bedeutende Rolle. Die Studie zeigt, dass diese Kinder in Bezug auf Sprache, soziale Beziehungen und motorische Fähigkeiten im Vergleich schlechter abschneiden. Die maßgebliche Beeinflussung dieser Umstände durch Bildungsstand, Geschlecht und soziodemografische Merkmale verdeutlicht die dringende Notwendigkeit von gezielten Maßnahmen zur Unterstützung von Geflüchteten und deren Familien in Deutschland.

Weiterlesen

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Aktuelles