In Kaiserslautern haben Beschäftigte der städtischen Müllabfuhr am 18. März 2026 eine von allen Fahrerinnen und Fahrern unterzeichnete Unterschriftenliste an Oberbürgermeisterin Beate Kimmel übergeben. Gegenstand des Appells ist eine Anpassung der Entlohnung, die nach Angaben der Beteiligten hinter den Gehältern in benachbarten Bundesländern zurückbleibt.
Übergabe im Amtsgebäude
Das Treffen fand in der Stadtbildpflege statt. Neben Oberbürgermeisterin Beate Kimmel waren Werkleiterin Andrea Buchloh-Adler und Kristian Fink von der Gewerkschaft ver.di anwesend. Kimmel nahm die Liste entgegen und sagte, das Anliegen finde bei ihr offene Ohren. Sie kündigte an, den Appell in einem Schreiben der Stadt an den Kommunalen Arbeitgeberverband weiterzuleiten.
Unterschiede bei der Eingruppierung
Nach Angaben der Beschäftigten werden Müllfahrerinnen und Müllfahrer in Rheinland-Pfalz in der Entgeltgruppe E5 bezahlt. In Hessen und Baden-Württemberg seien höhere Vergütungen üblich, und nach den Angaben wird demnächst auch im Saarland besser bezahlt. Vor diesem Hintergrund verwies Kimmel auf den vorhandenen Fachkräftemangel und nannte angemessene Entlohnung eine notwendige Maßnahme, um Abwanderungstendenzen in die freie Wirtschaft zu reduzieren. Sie fasste ihre Haltung mit den Worten zusammen: „Unser Interesse ist gleichgelagert“.
Keine konkreten Änderungen beschlossen
Ein konkreter Termin für Verhandlungen oder eine lohnpolitische Entscheidung wurde bei dem Gespräch nicht genannt. Die angekündigte Weiterleitung an den Kommunalen Arbeitgeberverband ist der nächste formale Schritt, der über mögliche Veränderungen entscheiden kann. Vertreter der Gewerkschaft ver.di begleiteten die Übergabe und unterstützen die Forderung der Beschäftigten.
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