Mittwoch, 04.02.2026

Schweizer Tech-Firmen verlagern Produktion nach Deutschland, um US-Zölle zu umgehen

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Ein Drittel der Schweizer Tech-Firmen plant die Verlagerung ihrer Produktion, um den hohen US-Zöllen zu entgehen. Deutschland erweist sich dabei als bevorzugter Standort für diese Maßnahme. Beispiele hierfür sind Unternehmen wie Thermoplan und Ypsomed.

Die Entscheidung zur Verlagerung wird maßgeblich durch den 39%igen Zollsatz für Exporte aus der Schweiz in die USA beeinflusst. Laut aktuellen Daten planen 31% der Schweizer Firmen die Verlagerung ihrer Produktionsstätten. Dies zeigt die direkten Auswirkungen der US-Zölle auf die Wirtschaftsstruktur des Landes.

Ein konkretes Beispiel für die Verlagerung ist Thermoplan, das nun Kaffeemaschinen in Deutschland für Starbucks produziert. Ebenso verlagert Ypsomed einen Teil seiner Produktion nach Schwerin. Diese strategischen Entscheidungen der Unternehmen sind eine Reaktion auf die erschwerten Wettbewerbsbedingungen, die durch die US-Zölle entstehen und den internationalen Vergleich, insbesondere mit China, beeinflussen.

Parallel zu diesen Entwicklungen laufen Verhandlungen für einen neuen Zoll-Deal zwischen den USA und der Schweiz. Die Schweizer Regierung reagiert auf die Verlagerungstendenzen ihrer Firmen mit einem Blick auf alternative Geschäftsmodelle und Partnerschaften in Deutschland und der EU. Dies deutet auf einen möglichen Strukturwandel in der schweizerischen Wirtschaft hin, der durch die Veränderungen in den Handelsbeziehungen provoziert wird. Neue Modelle und Kooperationen entstehen, um den Herausforderungen der aktuellen Situation zu begegnen.

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