Das Bundeswirtschaftsministerium erwartet in dieser Woche die Ergebnisse eines ‚Realitätschecks‘ zur Energiewende. Die Diskussion um die Abschaffung der Einspeisevergütung hat an Schärfe gewonnen und verunsichert sowohl Branchenvertreter als auch Kunden. Ministerin Katherina Reiche hat für Aufsehen gesorgt, indem sie die Abschaffung der Einspeisevergütung für kleine PV-Anlagen vorschlug, da sie diese für marktfähig hält.
Die Solarbranche ist bereits geschwächt und führende Unternehmer wie Jochen Gebhardt und Marko Schollbach berichten von wachsender Unsicherheit und zahlreichen Kundenanfragen. Es wird betont, dass die Einspeisevergütung nicht allein ausschlaggebend für den Kauf von PV-Anlagen ist. Kritiker aus der Branche bezeichnen die Idee der Ministerin als ‚falsch verkauft‘ und setzen sich für die Förderung innovativer Technologien wie intelligente Stromzähler ein.
Ministerin Reiche plädiert hingegen für die verstärkte Nutzung von Stromspeichern und steuerbaren PV-Anlagen, um den Strom bedarfsgerecht zu vermarkten. Branchenvertreter sehen die geplante Abschaffung der Einspeisevergütung skeptisch, fordern jedoch gleichzeitig eine Förderung von technologischen Innovationen. Es wird betont, dass die Politik vorrangig intelligente Konzepte zur Integration von PV-Anlagen entwickeln sollte, bevor sie die Einspeisevergütung abschafft.